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Periode 2006-2009
Teilprojekte A
Teilprojekte im Projektbereich A
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| A1 |
Magnetische Spektroskopie einzelner Atome, Ketten und Nanostrukturen
K. von Bergmann, M. Bode, R. Wiesendanger
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| A2 |
Elektronische und vibronische Eigenschaften von Anordnungen magnetischer Atome
J. Kröger, R. Berndt
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| A3 |
Electronic structure and magnetism of correlated nanosystems
A. Lichtenstein
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| A4 |
Magnetische Eigenschaften eindimensional gestapelter Metallkomplexe
J. Heck, M. H. Prosenc
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| A5 |
Lokale physikalische Eigenschaften magnetischer Moleküle
A. Schwarz, G. Hoffmann
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| A7 |
Magnetische Eigenschaften von Übergangsmetallclustern und Nanokristallen
M. Martins, W. Wurth
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| A8 |
Spinabhängige lokale Elektronenstruktur einzelner magnetischer Nanodrähte und Nanoinseln
O. Pietzsch, A. Kubetzka, R. Wiesendanger
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| A11 |
Theory of magnetic ordering in nanostructures and nanoarrays
E. Vedmedenko
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| A12 |
Skalenbedingtes Magnetisierungsverhalten und magnetische Feinstruktur von Nanosystemem
H. P. Oepen, S. Pütter
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| A13 |
Dimensionale Abhängigkeiten korrelierter Nano-Elektronensysteme auf Oberflächen
F. Lechermann
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| A14 |
Substrateinfluss auf metallischen Ferromagnetismus von Nanoketten
M. Potthoff
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Die Schwerpunkte der einzelnen Teilprojekte (TP) liegen auf den folgenden Gebieten:
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A1: Magnetische Spektroskopie einzelner Atome, Ketten und Nanostrukturen
In TP A1 wird der Einfluss einzelner
nichtmagnetischer Adsorbate auf magnetische Oberflächen sowie umgekehrt
die Wechselwirkung magnetischer Adatome mit nichtmagnetischen Substraten
mittels spinpolarisierter Rastertunnelmikroskopie (SP-RTM) studiert.
Während im ersten Fall die Streuung und Interferenz spinpolarisierter
itineranter Zustände an nichtmagnetischen Adsorbaten untersucht wird,
steht im zweiten Fall der Übergang vom Kondo- zum RKKY-Regime im Zentrum
des Interesses. Dabei wird die Abhängigkeit von einem externen
Magnetfeld, von der Temperatur sowie der Größe der - hauptsächlich
mittels Selbstorganisation hergestellten - magnetischen Cluster
studiert.
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A2: Elektronische und vibronische Eigenschaften von Anordnungen magnetischer Atome
Der Schwerpunkt bei TP A2 liegt auf der Untersuchung
mittels Einzelatommanipulation hergestellter Strukturen, wobei
insbesondere die Schwelle einer permanenten magnetischen Ordnung mittels
spinintegrierter und spinaufgelöster Rastertunnelmikroskopie studiert
wird. Zudem sind Messungen zur Anregung von Schwingungsmoden und zur
Kondo-Reibung an einzelnen magnetischen Adatomen geplant, für die eine
ausgeprägte Temperaturabhängigkeit vorhergesagt wurde.
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A3: Electronic structure and magnetism of correlated nanosystems
Die beiden vorhergehenden Teilprojekte sind eng mit TP A3
verknüpft, in dem durch die Kombination von ab-initio Methoden und mean
field Ansätzen der Übergang vom schwach gekoppelten magnetischen
Einzelatom zum stark delokalisierten System theoretisch untersucht wird.
Dadurch wird es möglich Korrelationseffekte zu berück-sichtigen, ohne
auf realistische Materialeigenschaften verzichten zu müssen, so dass
neben einer grundsätzlichen Klassifizierung verschiedener Adsorbat/Substrat-Systeme
auch ein detaillierter Vergleich mit den experimentellen Daten aus den
zuvor aufgeführten Teilprojekten möglich ist.
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A4: Magnetische Eigenschaften eindimensional gestapelter Metallkomplexe
In TP A4 werden metallorganische Moleküle
synthetisiert, ihre magnetischen Eigenschaften experimentell mittels
ESR- und NMR-Messungen gemessen und theoretisch durch begleitende
Dichtefunktional-Rechnungen untersucht. Während eindimensional
gestapelte Metallocene aufgrund ihrer ausgeprägten Anisotropie gleichsam
molekulare Stabmagnete darstellen, die als molekulare Schalter Anwendung
finden könnten, steht im Falle der planaren Schiff-Base-Komplexe die
Wechselwirkung der spinbehafteten Zentralatome mit magnetischen
Oberflächen im Fokus des Interesses.
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A5: Lokale physikalische Eigenschaften magnetischer Moleküle
Insbesondere durch die enge Kooperation mit TP A5, in
dem die in TP A4 synthetisierten und auf Oberflächen adsorbierten
molekularen Magnete mittels Rastersondenmethoden lokal charakterisiert
werden, sind neue Erkenntnisse zur Adsorbat/Substrat-Wechselwirkung zu
erwarten. Das Ziel ist hierbei, über spinpolarisiertes Tunneln und über
die Austauschwechselwirkung direkt die lokale intramolekulare
Spindichteverteilung abzubilden und Aufschluss über die intermolekulare
magnetische Kopplung zu erhalten.
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A7: Magnetische Eigenschaften von Übergangsmetallclustern und Nanokristallen
TP A7 nutzt die hohe Brillanz und Polarisation der
Röntgenstrahlung, welche von Synchrotronstrahlungsquellen zur Verfügung
gestellt wird, um mittels magnetischem Zirkulardichroismus (XMCD) ein
detailliertes Verständnis der Größenabhängigkeit des Magnetismus von
Nanostrukturen - ausgehend vom einzelnen Atom, über kleine Cluster bis
hin zu Nanopartikeln - zu erzielen. Dieses Teilprojekt stellt methodisch
eine wichtige Erweiterung gegenüber den Teilprojekten A1-A5 dar, da der
XMCD elementspezifisch ist und diese Technik es zudem ermöglicht,
magnetische Spin- und Bahnmomente voneinander zu trennen.
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A8: Spinabhängige lokale Elektronenstruktur einzelner magnetischer Nanodrähte und Nanoinseln
Im Mittelpunkt von TP A8 steht die Frage, wie sich
laterale Beschränkungen von adsorbierten Nanostrukturen auf die
spinabhängigen elektronischen und magnetischen Eigenschaften auswirken.
Mit spinpolarisierter Rastertunnelmikroskopie sollen Confinement-Zustände
nanoskaliger magnetischer Inseln sowie deren Wechselwirkung mit
Streuzuständen des nichtmagnetischen Substrats untersucht werden. Die
Strukturen sollen dann systematisch bis hin zu Clustern aus wenigen
Atomen verkleinert werden, um lokal Grenzen und Bedingungen für
magnetisch geordnete Strukturen zu erforschen.
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A11: Theory of magnetic ordering in nanostructures and nanoarrays
In TP A11 wird die Gleichgewichtskonfiguration
magnetischer Nanostrukturen mittels Monte-Carlo-Methoden berechnet.
Neben der Berücksichtigung der langreichweitigen dipolaren Kopplung und
der Symmetrie des atomaren Gitters erlauben Monte-Carlo-Methoden auch
thermische Fluktuationen während des Abkühlens der Probe zu simulieren.
Um das Verfahren noch leistungsfähiger zu machen, sollen orientierungs-
und abstandsabhängige Austauschkonstanten, biquadratische Austauschterme
und Vielteilchen-Wechselwirkungen implementiert werden.
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A12: Skalenbedingtes Magnetisierungsverhalten und magnetische Feinstruktur von Nanosystemem
Ziel von TP A12 ist die Untersuchung sowohl einzelner
als auch periodisch angeordneter, epitaktischer Nanostrukturen mittels
Rasterelektronenmikroskopie mit Polarisationsanalyse (SEMPA) und magneto-optischem
Kerr-Effekt (MOKE). Zunächst wird an Einzelstrukturen die
Formanisotropie und ihre Abhängigkeit von strukturellen Eigenschaften
des Partikelrandes studiert, um zu einem quantitativen Verständnis der
magnetostatischen Selbstenergie zu kommen. An Gittern periodisch
angeordneter Nanostrukturen soll schließlich untersucht werden, wie sich
Änderungen der Gittersymmetrie und der Teilchengröße bzw. des
Teilchenabstandes auswirken. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf
Multipolkomponenten höherer Ordnung liegen, die über die bislang
üblicherweise verwendete Dipolnäherung hinausgehen und in TP A11
theoretisch behandelt werden.
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A13: Dimensionale Abhängigkeiten korrelierter Nano-Elektronensysteme auf Oberflächen
Gegenstand des TP A13 ist die realistische Beschreibung des dimensionalen Crossovers
und den damit verbundenen Änderungen der physikalischen Eigenschaften, im Besonderen des
magnetischen Verhaltens, nanostrukturierter Metallsysteme auf Oberflächen. Hierzu ist geplant
sowohl den Übergang von lateral arrangierten Nanoinseln zu atomar strukturierten Systemen mit
zweidimensionaler (2D) Fernordnung, als auch Multichain-Strukturen ausgehend vom Limes
eindimensionaler (1D) Ketten zu untersuchen. Entsprechende Nanosysteme werden von experimenteller
Seite beispielsweise in den Teilprojekten A1, A2, A7, A8 und A12 studiert. Neben der Erforschung
der expliziten Nanophysik ausgewählter Materialsysteme soll dabei auch der methodischen
Weiterentwicklung der theoretischen Formalismen zur Handhabung solcher Problemstellungen
ausreichend Raum bereitgestellt werden.
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A14: Substrateinfluss auf metallischen Ferromagnetismus von Nanoketten
Ziel des TP A14 ist es, ein grundlegendes physikalisches Verständnis der Bedeutung und des
Einflusses eines nichtmagnetischen Substrats auf die kollektive ferromagnetische Ordnung
eindimensionaler metallischer Nanostrukturen mit itineranten magnetischen Momenten zu erarbeiten.
Durch Einsatz dynamischer Mean-Field- und Cluster-Approximationen werden magnetische
Grundzustandsphasendiagramme in Abhängigkeit von charakteristischen Parametern der elektronischen
Struktur und insbesondere von Art und Stärke der Kopplung mit dem Substrat berechnet und vor dem
Hintergrund experimenteller Resultate diskutiert.
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